Projekt: Solawi LebensWurzel

Erprobung von solidarischem Gemüseanbau in Struppen & mehr ...


Region Sächsische Schweiz & Dresden
Solidarische Landwirtschaft (Solawi)
[ökologisch I regional I saisonal I von allen Mitgliedern getragen]

Wissen, wo das Essen herkommt ...


Solawi-Saison 2023/2024 (vom 1. April 2023 bis 31. März 2024)

Das Projekt Solawi LebensWurzel ist am 1. April 2023 (mit über 80 Anmeldungen) gestartet (später sind noch weitere ca. 10 Anmeldungen dazu gekommen). Umgesetzt worden ist das Projekt vom 1. April 2023 bis 31. März 2024 und ist somit ein zeitlich begrenztes Projekt. Unterstützt worden ist das Projekt vom gemeinnützigen LebensWurzel-Verein.

Das Projekt hat sich am Konzept Solawi orientiert. Dies ist nicht vergleichbar mit der Dresdner VG Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte eG, auch nicht mit  Marktschwärmer und auch nicht mit einer Gemüse-Abo-Kiste etc. ... die Mitglieder des Projektes haben weder Gemüse noch Nahrungsmittel gekauft, sondern (durch ihre individuellen Solawi-Beiträge) gemeinsam das Projekt (und somit auch den ökologischen Gemüseanbau in Struppen) finanziert und dies dadurch ermöglicht.

Es wird nicht das einzelne Gemüse bzw. Nahrungsmittel bezahlt, sondern das Projekt wird finanziert.


Das Gemüse ist in der Sächsischen Schweiz, in Struppen (ca. 25 km vom Dresdner Stadtzentrum entfernt) angebaut worden. Genutzt worden sind dafür ca. 2 Hektar landwirtschaftliche Fläche, die von der Schellehof GbR gepachtet worden sind. Dadurch  ist zum ersten Mal eigenständig (und somit unabhängig von der Schellehof GbR) das Konzept Solidarische Landwirtschaft (Solawi) erprobt worden.

Um die ökologische Bewirtschaftung der Fläche (und somit um den ökologischen Gemüseanbau) hat sich hauptberuflich ein Team gekümmert, dass sich für das Projekt neu zusammengefunden hat – Axel, Hanna und Robin.

Durch die Kooperation mit der Schellehof GbR ist der Bedarf der Solawi-Mitglieder bezüglich weiterer Nahrungsmittel – zusätzlich zum Gemüse – erfüllt worden.

Folgendes ist als Bedarf möglich gewesen anzumelden:

  • Bio-Gemüse
    entsprechend der Jahreszeit, angebaut in Struppen, vom Gemüseanbauteam des Projektes
     
  • Bio-Nahrungsmittel
    von der Schellehof GbR in Struppen (Kooperation)
    • Eier
    • Kartoffeln
    • Lupinenkaffee (aus Lupinensamen vom Schellehof, geröstet in der Dresdner Kaffee- & Kakaorösterei)
    • Körner sowie frisch vom Schellehofteam gemahlene Schrote, Grieße & Mehle (auch Ackerbohnenmehl)
    • Brot & Brötchen (vegan bzw. vegetarisch, aus frisch vom Schellehofteam gemahlenen Mehlen, gebacken in Struppen, in der Bäckerei Bohse)

Den eigene Bedarf bezüglich saisonalem Gemüse und weiterer Nahrungsmittel konnte jedes Mitglied selbst individuell anmelden (= individuelle Bedarfsanmeldung).Anhand der individuellen Bedarfsanmeldung hat sich ein individueller „Orientierungswert“ je Monat für jedes Mitglied ergeben. Anhand dieses individuellen „Orientierungswertes“ hat jedes Mitglied (entsprechend der eigenen finanziellen Möglichkeiten) allerdings selbst festgelegt, mit welchem Solawi-Beitrag es monatlich den ökologischen Gemüseanbau und somit das gesamte Projekt Solawi LebensWurzel mitfinanzieren möchte. Dafür konnte jedes Mitglied im Rahmen des Projektes (sozusagen „gratis“) 100 % saisonales, in Struppen angebautes Bio-Gemüse (unverpackt) in Struppen, Pirna bzw. Dresden abholen. Und bei Bedarf auch noch einige andere Bio-Nahrungsmittel, die von der Schellehof GbR in Struppem erzeugt worden sind.

Alle, die ihren individuellen Bedarf im Rahmen des Projektes Solawi LebensWurzel angemeldet haben, sind durch das Unterschreiben der Beitragserklärung Mitglied des Projektes Solawi LebensWurzel geworden.

Abgeholt werden konnten das Gemüse bzw. die Nahrungsmittel in insgesamt acht Depots in Dresden (in den Stadtteilen Äußere Neustadt, Gruna, Leubnitz-Neuostra, Löbtau-Süd und Wilsdruffer Vorstadt) sowie in Pirna (in der Altstadt) und in Struppen.


Das eigenständige Projekt Solawi LebensWurzel hat sich entwickelt aus der (im Jahr 2014) von der  Schellehof GbR forcierten Kooperation mit dem gemeinnützigen LebensWurzel-Verein. Initiiert und koordiniert worden ist das Projekt Solawi LebensWurzel von ehrenamtlich wirkenden Mitgliedern des LebensWurzel-Vereins sowie weiteren eherenamtlich aktiven bzw. engagierten Solawi-Mitgliedern.

Fokus des Projektes:

  • Gemeinsam etwas bewirken.
  • Eigenständig das Konzept Solidarische Landwirtschaft (Solawi) erproben.
  • Die Mitglieder finanzieren:
    • die ökologische Bewirtschaftung von ca. 2 Hektar landwirtschaftlicher Fläche in Struppen (Sächsische Schweiz).
    • den Anbau von vielfältigem Gemüse (samenfeste Sorten) für die Mitglieder.
    • die faire Bezahlung (über dem Mindestlohn) von einer Gärtnerin und zwei Gärtnern und die schrittweise Verbesserung der Arbeitsbedingungen vor Ort auf dem Feld.
  • Keine Verwendung von Düngemitteln, die z. B. Blut-, Haar-, Horn- bzw. Knochenmehl von Tieren aus konventioneller Massentierhaltung enthalten.
  • Kooperation mit der Schellehof GbR.
  • Ehrenamtliches, selbstorganisiertes, hierarchiearmes Engagement und gemeinsame Aktivitäten rund um das Thema "Solidarische Landwirtschaft (Solawi)" (z. B. Arbeitsgruppen, Mitgärtnern, Treffen, Infostände).
  • Begegnungen auf Augenhöhe.
  • Die erste Hälfte der Solawi-Saison auf dem Feld in Struppen feiern, dafür gemeinsam ehrenamtlich ein kleines Solawi-Fest organisieren.

Das Projekt ist durch vielfältiges, ehrenamtliches Engagement der Mitglieder lebendig geworden (z. B. Mitwirken im Rahmen von Arbeitsgruppen, Mitgärtnern, gemeinsam organisierte Infostände u.v.a.m) sowie durch Treffen, Begegnungen und ein kleines Solawi-Fest im Rahmen der Bio-Erlebnistage.


Kontakt/Fragen:
vorstand@lebenswurzel.org