Dein eigener Ernteanteil

Unsere Kooperation mit dem Schellehof macht's möglich!

Als Mitglied in unserem Verein hast du die Möglichkeit von unserer Kooperation mit dem Schellehof zu profitieren: Die SoLaWi bringt Städter und Bauern zusammen! Es ist so einfach und unkompliziert - mach dir am Besten selbst ein Bild davon.

So einfach geht's:

1. Such dein Abhol-Depot auf

Wir haben aktuell 6 Depots, verteilt in Struppen, Pirna und Dresden. Schau’ einfach nach, welches von dir am Nähsten ist!

2. Lebensmittel entnehmen

Was sich jede Woche in der Kiste versteckt, ist stark saisonabhängig. Du bestimmt, was du haben möchtest und auf was du verzichten willst!

3. Gemeinsam Kochen und Genießen

Es gibt nichts Schöneres, als mit guten Freunden die frischen Lebensmittel zu teilen. Wir zeigen dir, wie du das Meiste aus deinem Ernteanteil rausholst!

Der Ernteanteil

  • Was ist ein Ernteanteil?

    Was ist ein Ernteanteil?

    Ein Ernteanteil kann als Haushaltsbedarf an Hofprodukten im Jahr beschrieben werden. Der Ernteanteil ist für alle Haushalte unterschiedlich und spiegelt die Verschiedenheit unserer Mitglieder in ihren Lebensentwürfen und Ernährungsgewohnheiten wieder.

  • Was ist ein/e ErnteteilerIn?

    Was ist ein/e ErnteteilerIn?

    Ein/e ErnteteilerIn ist eine natürliche oder juristische Person, die verbindlich für mindestens eine Anbausaison sich mit anderen Ernteteilern oder Ernteteilerinnen im Rahmen der solidarischen Landwirtschaft die Kosten der Landwirtschaft, das Anbaurisiko und die Ernte des Schellehofes teilt.
    Ein/e ErnteteilerIn ist zwingend auch Mitglied des LebensWurzel e.V. und unterstützt damit die ideellen Ziele der ErnteteilerInnen-Gemeinschaft (z.B. Förderung der Biodiversität, Bodenschutz, Bildungsarbeit).

  • Welche Lebensmittel werden erzeugt oder angebaut?

    Welche Lebensmittel werden erzeugt oder angebaut?

    Die vom Schellehof angebauten bzw. erzeugten Lebensmittel können der unteren Grafik entnommen werden. Diese Übersicht zeigt auch, wann mit welchem Gemüse im Jahresverlauf zu rechnen ist. Neben dem Gemüse erzeugt der Schellehof auch:

    • Getreide, Mehl, Grieß
    • Backwaren (Brot, Brötchen)
    • Henne, Hahn und Eier
    • Fleisch vom Rind und Schaf
    • Martins-/Weihnachtsgans
  • Werden die Lebensmittel mit Verpackung zur Verfügung gestellt?

    Werden die Lebensmittel mit Verpackung zur Verfügung gestellt?

    In der Regel nicht - wir wollen weitestgehend umweltschonend und verpackungslos arbeiten. Für Fleisch und Wurst geht das aus hygienischen Gründen nur sehr eingeschränkt. Unser Fleisch wird in Siegelrandbeutel vakuumiert und in einer Papiertüte als Paket zusammengefasst in die Verteilung gegeben.

    Für Brot und Brötchen stehen je nach Bedarf Papiertüten zur Verfügung. Gerne können mitgebrachte Beutel und Gefäße gefüllt werden.

  • Wird das Gemüse geputzt und gewaschen?

    Wird das Gemüse geputzt und gewaschen?

    Wie sauber das Gemüse in die Depots kommt, hängt in erster Linie vom Wetter zur Ernte ab. Hat es kurz vor der Ernte oder während der Ernte geregnet, hält sich der Säuberungseffekt durch Abklopfen vor allem beim Wurzelgemüse in Grenzen. In der Regel wird das Gemüse von Seiten des Hofes nicht gewaschen. Das ist auch ausdrücklich von der Mehrheit der Mitglieder nicht gewünscht, da das Gemüse bis auf zartes Blattgemüse (Salat) durch das Waschen seinen biologischen Schutzfilm verliert, es weniger gut haltbar ist und an Geschmacksintensität verliert. Dem Hof steht aktuell nur der Gartenschlauch und eine rustikale Kartoffelwaschmaschine zur Verfügung, weitere moderne Putztechnik ist nicht vorhanden.
    Verschiedenes Gemüse wird bereits zur Ernte auf dem Acker oder nach dem wir es aus dem Lagerkeller geborgen haben abgeputzt, z.B. das Entfernen von welken Blättern. Oft schmeckt dieser „Abfall“ dann noch den Rindern, Schafen oder Schweinen.

  • Wie melde ich meinen Bedarf an Lebensmitteln?

    Wie melde ich meinen Bedarf an Lebensmitteln?

    Vor Beginn der Anbausaison wird für jeden Haushalt der ErnteteilerInnen-Gemeinschaft eine Bedarfsmeldung abgegeben. Jeder Haushalt kann sich seinen Ernteanteil individuell zusammenstellen.
    Grundsätzlich ist es auch möglich, dass wegen des Vorhandenseins eines eigenen Gartens auf ein Gemüsepaket verzichtet wird.
    Die Angaben in der Bedarfsmeldung haben dann für die gesamte Anbausaison ihre Gültigkeit. Sie verstehen sich aber als Durchschnittsmengen über das Jahr. Der Hof gibt den Mitgliedern die Möglichkeit, den Haushaltsbedarf zum Juli, Oktober und Januar anzupassen. Somit kann zum Beispiel der Bedarf von Kartoffeln oder Möhren in den erntereichen Monaten reduziert und im Winter
    angehoben werden.
    In Ausnahmefällen kann im Ermessen des Hofes auch eine Anpassung der Gesamtmenge eines Lebensmittels erfolgen. Ein Mitglied stellt z.B. erst im Jahresverlauf fest, dass der Haushaltsbedarf von Kartoffeln höher oder niedriger ist, als in der Bedarfsmeldung angegeben. Sofern die Versorgung der Gemeinschaft sicher gestellt ist, steht jedoch einer Anpassung nichts im Wege.

    Der Schellehof versucht die Daten aus den Bedarfsmeldungen in seine Planungen für den Anbau und die Erzeugung einfließen zu lassen. Im Ergebnis legt er entsprechend seiner Kapazitäten für bestimmte Produktbereiche Kontingente, wie. z.B. 200 Gemüseanteile, 200 Eieranteile und 320 Fleischanteile, fest.
    Wer sich unsicher ist, wie hoch der Haushaltsbedarf für ein bestimmtes Lebensmittel ist, kann die in Klammern gesetzten Durchschnittswerte auf der Bedarfsmeldung zur Orientierung heranziehen.

  • Mit welchen Mengen der verteilten Lebensmittel kann ich rechnen und sind diese für jeden Ernteanteil gleich?

    Mit welchen Mengen der verteilten Lebensmittel kann ich rechnen und sind diese für jeden Ernteanteil gleich?

    Für bestimmtes Gemüse, für Getreide, Mehl, Grieß, Brötchen und Brot können individuelle Mengen in der Bedarfsmeldung angegeben werden. Jede Ernteteilerin oder Ernteteiler bekommt dann wöchentlich die Menge, die dem tatsächlichen Haushaltsbedarf entspricht.
    Das Gemüse, das für eine bedarfsgerechte Verteilung vorgesehen ist, wurde in der unteren Grafik mit dem Zusatz „frei“ gekennzeichnet. Das übrige Gemüse gibt es nur als Komplettpaket mit festgelegten Mengen, die ebenfalls der Grafik (rechte Spalte) entnommen werden können. Für Haushalte mit mehr als 4 Personen und Wohngemeinschaften lohnt es sich darüber nachzudenken, ob mehr als ein Gemüsepaket bezogen wird. Die tatsächlich verteilten Mengen können von den kalkulatorischen Werten und den Bedarfsmeldungen abweichen, sie richten sich in erster Linie nach den Erntemengen, die niedriger oder höher ausfallen können!
    Die Fleischanteile entsprechen Fleischpaketen einheitlicher Größe. Der Ernteanteil kann aber mit unterschiedlich vielen Fleischanteilen ausgestattet sein.
    Die Legeleistung unserer Hühner ist von vielen Faktoren abhängig, wir gehen davon aus das unsere Hennen durchschnittlich 250 Eier im Jahr (5 pro Woche) legen.

  • Wie funktioniert die Verteilung von Getreide, Mehl und Grieß?

    Wie funktioniert die Verteilung von Getreide, Mehl und Grieß?

    Für diese Lebensmittel nimmt der Hof Bedarfsmeldungen der Depots gesammelt entgegen. Wie es zu der Erhebung kommt, ist den einzelnen Depotgruppen überlassen. Entsprechend der Bedarfsmeldungen werden dem Fahrer verschiedene Getreide, Mehle und Grieß in den angeforderten Mengen zur Mitnahme bereit gestellt. Die Bedarfsmeldung kann über den Jahresverlauf angepasst werden.
    Bestellmengen für die kommende Verteilung müssen dem Hof bis spätestens Sonntag-Abend mitgeteilt werden.
    Das Depot sorgt selbst dafür, dass dem Hof ausreichend Gefäße zur Verfügung stehen.

  • Wie funktioniert die Verteilung der Backwaren?

    Wie funktioniert die Verteilung der Backwaren?

    Die Backwaren werden den Depots in abgezählter Menge entsprechend der Bedarfsmeldungen zur Verfügung gestellt. Dabei wechselt wöchentlich die Brot-, bzw. Brötchensorte.
    Generell besteht die Möglichkeit, dem Hof mitzuteilen, dass auf Weizenprodukte verzichtet wird. Wir versuchen dann, eine „weizenfreie“ Alternative anzubieten. Derzeit können wir nur Dinkelbrötchen und Roggenbrote anbieten. An dieser Stelle soll darauf hingewiesen werden, dass es ausgeschlossen ist, dass unser Getreideprodukte und Backwaren zu 100 % frei von Weizen sind. Allein schon bei der Ernte vermischen sich in geringem Umfang die Körner. Wir haben nur eine Mühle mit der wir sämtliches Mehl vermahlen. Bei den Bäckern ist es ebenfalls nicht ausgeschlossen, dass sich Weizenbestandteile in geringem Umfang unter die weizenfreien Mehle mischen. Beim Transport der Brote und Brötchen stehen die Kisten mit den verschiedenen Produkten auch nicht getrennt voneinander.
    Wir können nicht mit industriellen Produktionsverfahren mithalten und möchten auf den Weizen auch nicht verzichten. Für Ernteteilende mit einer starken Weizenallergie können wir unsere Backwaren nicht empfehlen.

  • Wann und wie werden die Fleischprodukte verteilt?

    Wann und wie werden die Fleischprodukte verteilt?

    Über die Bedarfsmeldung kann jeder Ernteanteil mit Fleischpaketen ausgestattet werden. Dabei kann zwischen Rindfleisch, Schaffleisch und Martins- bzw. Weihnachtsgans gewählt werden. Darüber hinaus gibt es zu bestimmten Zeiten auch Suppenhühner und Hähnchen. Natürlich ist es auch möglich auf Fleisch generell zu verzichten.

    Grundsätzlich werden die Fleischpakete ab Hof (Schelleweg 1 · 01796 Struppen) ausgegeben. Die ErnteteilerInnengemeinschaft organisiert die Verteilung selbstverantwortlich, daher besteht auch die Möglichkeit Fleischpakete in den Depots in Pirna und Dresden entgegenzunehmen. Im Depot werden die Fleischpakete in isolierten Boxen mit Kühlakkus zur Verfügung gestellt, die während des Transportes und der Depotöffnungszeit das Fleisch kühl halten. Auf diesem Weg können wir die Kühlkette jedoch nur in den Monaten von Oktober bis April gewährleisten, daher sind die Fleischpakete von Mai bis August in Struppen abzuholen.

    Ein Rindfleisch-Paket (4-5 kg) besteht aus 1kg Braten, 1kg Gulasch, 1,5 kg Kochfleisch, Suppenknochen und Wahloptionen je nach Verfügbarkeit (Steaks, Hackfleisch, Rouladen, Beinscheiben, Leber, etc.). Dieses Paket wird mit einem Mal ausgeliefert. Die Ernteteilenden müssen entsprechend Frostkapazitäten vorhalten. Mit jedem geschlachteten Rind können 30 bis 40 Fleischanteile bedient werden. Die Lende, verschiedene Edelbraten (Tafelspitz, Bürgermeister, falsche Lende), besondere Steaks (T-Boone, Kotelett), Innereien und die Zunge werden über die Direktvermarktung verkauft, da sie nicht gleichmäßig auf die Ernteanteile aufgeteilt werden können.
    Grundsätzlich besteht jedoch die Möglichkeit, diese Teile über ein individuelles, wertgleiches Fleischpaket in Absprache mit dem Schellehof im Rahmen des Ernteanteils zu beziehen. Die Einnahmen aus der Fleischvermarktung gehen als Nebenerlöse in unseren Haushaltsplan ein und reduzieren das von den Mitgliedern aufzubringende Budget.

    Pakete aus Schaffleisch stehen aufgrund der kleinen Schafherde nur sehr begrenzt zur Verfügung. Aus einem geschlachteten Tier werden 4 Fleischanteile versorgt. Inhalt des Paketes sind Koteletts, Keule, Braten, Kochfleisch und Suppenknochen.

    Die Gänse werden wahlweise im November (Martinsgans) oder im Dezember geschlachtet. Das Schlachtgewicht schwankt zwischen 4-5 kg. Die Gänse kommen gerupft, evtl. gewachst und ausgenommen, küchenfertig in die Verteilung. Aufgrund der Größe und Menge der Martins-/Weihnachtsgänse reichen unsere Kühlboxen nicht aus, um die Gänse mit in die Depots in Pirna und Dresden zu schicken, sie müssen daher in Struppen abgeholt werden.

    Umfasst ein Ernteanteil mehrere Fleischpakete, wird darauf geachtet, dass das Fleisch gleichmäßig über das Jahr verteilt wird. Grundsätzlich können die verschiedensten Kombinationen von Fleischpaketen gewählt werden.

    Planmäßig werden die Legehennen nach 24 Monaten geschlachtet und als Suppenhuhn für die Verteilung vorbereitet. Ungefähr 6 Monate später werden die Bruderhähne geschlachtet. Henne und Hahn gehören zusammen mit den Eiern zum »Henne-Eier-Hahn-Paket«.

  • Wie werden die Eier verteilt und was ist das HEH-Projekt?

    Wie werden die Eier verteilt und was ist das HEH-Projekt?

    Eier sind in unserer SoLaWi aktuell ein knappes Gut. Wir konnten in der Vergangenheit den Bedarf unserer Gemeinschaft nicht decken. In unserem kleinem Hühnerwagen lebten bis zu 45 Hybrid-Hennen. Eier im Handel sind gewöhnlich von Hybridhennen. Der Markt setzt auf Leistungshühner und gibt Rassehühnern eigentlich keine Chance. Die Patente für die Hybriden liegen in der Hand von
    Großkonzernen. In der Legehennenzucht werden normalerweise die männlichen Kücken kurz nach dem Schlüpfen getötet, weil sie für den Markt (=Verbraucher) uninteressant sind. Wir möchten diese Verfahrensweise nicht mehr unterstützen und setzen als Solidarische Landwirtschaft ein Zeichen, dass es auch anders geht!

    Die HEH-Projekt-Idee war geboren. Das Konsumieren von Eiern schließt, entsprechend der Auffassung der Bewirtschaftergemeinschaft, die Verantwortung für die Henne und den Bruderhahn mit ein. HEH steht für Henne-Eiere-Hahn und zwar im Paket.
    Wir streben die Haltung einer Zweinutzungsrasse an, die gerade unabhängig von Konzernen als Alternative durch kleine Bio-Zuchtbetriebe aufgebaut wird.
    Neben unserem Ackerschlepper haben wir die zweitgrößte Investitionen seit Bestehen der SoLaWi getätigt und uns ein Hühnermobil für 200 Legehennen angeschafft. Die Investitionskosten von 40.000,- € kommen zum überwiegenden Teil aus Anleihen (Nachrangdarlehen) in Höhe von 150 € pro HEH-Paket.
    Die Einlage wird spätestens bis zum 31.12.2022 zurückgezahlt. Wird der Vertrag über den Bezug eines Ernteanteils mit dem Schellehof aufgelöst oder ist das HEH-Paket kein Bestandteil der Jahresbedarfsmeldung mehr, dann wird die Einlage spätestens bis zum 31.12. des Jahres zurückerstattet, in dem die Änderung wirksam wurde.

    Nach der Geberrunde 2018 fiel der Startschuss für das HEH-Projekt. Die Bruderhähne werden nach einer 6-monatigen Mastzeit geschlachtet und küchenfertig als Brathähnchen abgegeben. Die Hennen werden nach 12 Monaten geschlachtet und als küchenfertiges Suppenhuhn abgegeben. In einer 2-3 wöchigen Quarantänezeit für den Mobilstall gibt es keine Eier. Die Eier werden wöchentlich denjenigen auf Palette zur Verfügung gestellt, die sich am HEH-Projekt beteiligen. Von diesen Paletten nehmt ihr euch die ausgewiesene Anzahl von Eiern pro HEH-Paket und verstaut sie in eure mitgebrachte Verpackung.
    Wir weisen darauf hin, dass die Legeleistung jahreszeitlichen Schwankungen unterliegt. Die Eier kommen aus einer Freilandhaltung, es sei denn, die Behörden untersagen uns diese Haltungsform (z.B. in einem Vogelgrippejahr).

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